Energiewende ohne Solarförderung?

von Karin Zühlke
Veröffentlicht am: 3. Juni 2011
Kategorien: Photovoltaik
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Der Atomausstieg ist besiegelt. Die Energiewende wird ihre Weg nun im Wesentlichen ohne die “Brückentechnologie”, wie die Bundesregierung noch vor wenigen Monaten die Atomkraft so gerne bezeichnete, finden müssen. Wie das jedoch genau funktionieren soll, dazu gibt es – wie immer wenn es um Politik geht – so viele Meinungen wie Lobbyisten. Dass allerdings dieselben Politiker, die den Atomausstieg beschließen, zeitgleich laut über einen weiteren Subventionsabbau für die Solarenergie nachdenken, verwundert schon.

Der Anteil der erneuerbaren Energien lag in Deutschland im vergangen Jahr bei gerade einmal 17 Prozent – nur zwei Prozent davon kamen aus Photovoltaik-Anlagen. Diesen Anteil werden wir deutlich ausbauen müssen, wenn wir in Zukunft nur noch »sauberen« Strom konsumieren wollen. Was die Solarindustrie jetzt also braucht, ist langfristige Investitionssicherheit und keine »Fähnchen-im-Wind«-Polemik.

Anstatt über die Subventionen zu unken, sollten die Berliner Entscheidungsträger lieber über mehr Technologieförderung für die Photovoltaik-Forschung nachdenken und darüber, wie man Forschung und Industrie künftig besser vernetzen kann.

Innovationskraft der deutschen Solar-Forscher fehlt es nicht. Allerdings nützen fast wöchentlich neue Effizienzrekorde wenig bis gar nichts, wenn sie am Ende den Sprung in die Industrie nicht schaffen. Das liegt zum einen daran, dass die Herstellungesprozesse in der Photovoltaik – beispielsweise in der Dünnschichttechnik – sehr komplex sind und daher schwierig auf serientaugliches Niveau zu übertragen sind. Aber ein anderer Grund ist auch, dass das Risiko für die PV-Maschinenbauer sehr hoch ist und wer auf das falsche Pferd – respektive die falsche Technologie setzt, steht schnell vor dem Aus. Dass von Seiten der Industrie die Investitionebereitschaft in neue Technologien begrenzt ist, ist deshalb auch verständlich.

Dass es bei der Solarförderung bzw. bei der Verteilung der Förderung an einigen Stellen Optimierungsbedarf gibt, darüber lässt sich durchaus diskutieren. Nicht diskutieren lässt sich allerdings in diesem Fall über eine ersatzlose Kürzung. Denn ohne Förderung oder Subventionen der Solartechnik wird die Energiewende nicht gelingen.

 

 

Wie sich Home Automation lohnen könnte

von Heinz Arnold
Veröffentlicht am: 3. Mai 2011
Kategorien: Allgemein
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Eine Lastverschiebung von 500 KWh pro durchschnittlichen Haushalt hält Peter Kellendonk, Geschäftsführer von Kellendonk, für realistisch. Damit würde sich der Aufwand für die Hausautomatisierung, die die Lastverschiebung steuert, durchaus lohnen. Alte Geräte ließen sich problemlos über Vorschaltboxen in ein solches System einbinden. Voraussetzung wäre allerdings ein technischer Ansatz, der solche Vorschaltboxen über dieselbe Infrastruktur anspricht, wie die zukünftigen, intelligenten Geräte. Dies sei mit dem EEBus gegeben. Innerhalb von fünf Jahren könnte ein solches System die Kosten für seine Installation wieder einspielen. (Zum Artikel)

Halten Sie einen solchen Ansatz für realistisch? Stimmen die Voraussetzungen für die Rechnung? Sehen Sie Alternativen?

Mehr Ertrag mit PV-Nachführungen?

von Heinz Arnold
Veröffentlicht am: 3. Mai 2011
Kategorien: Photovoltaik
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Nachführungen sind um bis zu 45 Prozent effizienter als starre Systeme, sie erzielen damit einen viel höheren Ertrag, ihr Eigenverbrauch ist gemessen am Mehrertrag minimal, sie nutzen die zur Verfügung stehende Fläche besser als starre Systeme und sie verursachen keine signifikant höheren Betriebskosten als starre Systeme – so lauten kurz zusammen gefasst die Argumente der Befürworter, wie Sie im Interview mit Michael Heck, Vice President Marketing & Sales von DEGERenergie, nachlesen können.

Sind diese Argumente für sie stichhaltig? Oder gibt es Ihrer Ansicht nach weitere Faktoren, die in einer Analyse berücksichtigt werden müssten? Falls Sie bereits Erfahrungen mit PV-Nachführungen gemacht haben, wie sehen sie aus?

Supraleitung – die fast vergessene Zukunftstechnologie?

von Heinz Arnold
Veröffentlicht am: 27. April 2011
Kategorien: Allgemein
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Die neu belebte Diskussion um die Energieeffizienz rückt plötzlich wieder Techniken ins Rampenlicht der Öffentlichkeit, die fast schon dem Vergessen anheim gefallen schienen. Wie wäre es beispielsweise, die Energieerzeugung in Wasserkraftwerken um 30 Prozent effizienter zumachen? Oder die Leistungsfähigkeit von Generatoren in Windkraftanlagen deutlich zu erhöhen – ohne das Gewicht und die Größe gegenüber heutigen Generatoren zu steigern? Wie ließen sich Smart Grids mit unterschiedlichen Energieerzeugern besser optimieren und besser schützen, wie könnte man sich überdimensionierte Transformatoren sparen? Und wie könnte man hohe Ströme praktisch verlustfrei übertragen? Spätestens bei der letzten Frage dürften Sie das Rätsel gelöst haben: Supraleitung.
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Brennstoffzellen gegen Batterien – oder miteinander?

von Heinz Arnold
Veröffentlicht am: 12. April 2011
Kategorien: Elektromobilität
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Die Diskussion um die Schäden in den japanischen Atomkraftwerken und die daraus zu ziehenden Lehren waren auch auf der Hannover Messe letzte Woche das beherrschende Thema. Neuen Schub hat sie offenbar auch der Brennstoffzellen-Technik gegeben.

Die Befürworter halten den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur für nicht viel aufwändiger als für die Infrastruktur für »Elektrotankstellen«. Und sie sehen den Durchbruch für die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technik jetzt – fast – geschafft. Weil alle Beteiligten an einem Strang zögen.

Batterie- und Brennstoffzellen-betriebene Autos sollten also künftig einen Mix bilden, bis 2030 könnten die Brennstoffzellen-Autos sogar an den batteriebetriebenen Typen vorbei ziehen.

Und gefährlich sei der Umgang mit Wasserstoff schon gar nicht – zumindest wenn man es richtig macht, was aber kein Problem wäre, die Technik sei ausgereift und sicher. Außerdem lässt sich Wasserstoff ohne CO2-Belastung aus Windkraft herstellen – wobei sich nebenbei auch das dringende Problem der Energiespeicherung zumindest zum Teil lösen ließe.

Was meinen Sie dazu: können Sie sich vorstellen, dass wir künftig sowohl mit batteriebetriebenen als auch mit brennstoffzellenbetriebenen Elektroautos fahren werden? Oder wird die Batterietechnik bezüglich Reichweite, Ladedauer und Preis so schnell voranschreiten, dass die Wasserstoff-Brennstoffzellen keine Chance haben werden?

Solarförderung: Preistreiber oder sinnvolle Subvention?

von Andreas Knoll
Veröffentlicht am: 5. April 2011
Kategorien: Photovoltaik
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Über Sinn und Unsinn der finanziellen Förderung der Solarenergie nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist in letzter Zeit viel gesagt und geschrieben worden. Recht verbreitet ist mittlerweile die Sorge, die Strompreise könnten wegen der Solarförderung innerhalb der nächsten Jahre massiv steigen. Aber ist dafür tatsächlich in erster Linie die Solarförderung verantwortlich?

Dass die vier großen Energieversorger die Strompreiserhöhungen anders begründen als die Solarbranche und ihre Verbände, überrascht nicht, sind doch die Interessenlagen sehr unterschiedlich. Die Stromkonzerne wollen ihre Kohlekraftwerke und ihre indirekt aus Steuergeldern subventionierten Atommeiler möglichst lange weiter betreiben und betrachten daher Investitionen in die Erneuerbaren eher als »notwendiges Übel«. Der stark exportorientierten Solarbranche geht es hingegen darum, über eine »Referenz-Präsenz« auf dem Heimatmarkt ihren technischen Vorsprung und damit ihre Weltmarktposition auszubauen.

Was ist Ihre Meinung zur Solarförderung? Argumente aus der Sicht eines Vertreters der Solarbranche sind in diesem Artikel zusammengefasst.

Auf Veränderungen setzen statt auf Dogmen

von Heinz Arnold
Veröffentlicht am: 1. April 2011
Kategorien: Allgemein
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Die Wähler in Baden-Württemberg haben sich offenbar an Nietzsches Zarathustra orientiert: »Was fallen will, das soll man stoßen!« Ganz offenkundig hatte die CDU-Regierung im Ländle mit Unterstützung der Koalitions-Bundesminister eine derartige Neigung zum stolpern und fallen wollen offenbart, dass der Wahlstoß, der sie aus Regierung katapultiert hat, schon fast als ein Akt der Gnade gewertet werden darf.
Ob sich das auch auf die Politik der großen Energiekonzerne auswirken wird, deren Manager sich keinen Wahlen stellen müssen?
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Erschüttert das Beben auch die Dogmen?

von Heinz Arnold
Veröffentlicht am: 30. März 2011
Kategorien: Allgemein
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Die Erde bebte am frühen Morgen, und danach war nichts mehr wie zuvor. Die Hauptstadt lag vom Beben verwüstet und vom Tsunami überschwemmt in Trümmern. Das Erdbeben sollt aber auch eine Welle der Solidarität auslösen. Denn die Hauptstadt stand in engen Handelsbeziehungen mit den anderen Weltmetropolen, und die Händler und die Regierungen anderer Staaten leisteten großzügige Hilfe. Sie haben es vielleicht schon bemerkt: Ich spreche nicht von der Katastrophe in Japan, sondern vom Erdbeben in Lissabon am 1. November 1755. Kein Ereignis hatte einen größeren mentalen Einfluss auf das 19. Jahrhundert, schreibt Jürgen Osterhammel in seiner Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts »Die Verwandlung der Welt«.

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Welchem Energieversorger trauen Sie?

von Heinz Arnold
Veröffentlicht am: 29. März 2011
Kategorien: Allgemein
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Heinz Arnold, Chefredakteur Energie&Technik

Der Ausgang der Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalzgeben der Diskussion um die Energieerzeugung und der Energieeffizienz in Deutschland einen neuen Schub. Man darf gespannt sein, wie die Energiepolitik der Grünen auf Landesebene aussieht und welche Ergebnisse sie bringt. Dass auch im Lager der Verfechter erneuerbarer Energien nicht alle an einem Strang ziehen, zeigen aktuelle Stellungnahmen zum Energieumbau in Deutschland: Die einen halten den Ausbau des Hochspannungsübertragungsnetzes für dringend erforderlich, die anderen sind vom Gegenteil überzeugt. Die Politik dürfte Schwierigkeiten haben, beide Strömungen unter einen Hut zu bekommen.

Apropos Wahlen: Eng verflochten mit der Politik sind die Energieversorger, allen voran die großen vier in Deutschland. Aber es gibt noch viele weitere Versorger, angefangen von den großen Stadtwerken bis zu sehr kleinen Unternehmen, insgesamt sind es rund 900.

Die Energieversorger müssen sich selbstverständlich keiner Wahl stellen. Wenn Sie die Wahl hätten, wen würden Sie als Wunschversorger wählen? Gibt es den Energieversorger ihres Vertrauens?

Schöne Blase Elektromobilität

von Engelbert Hopf
Veröffentlicht am: 19. März 2011
Kategorien: Elektromobilität
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Der Wettstreit darum, wer die schönste und schillerndste Seifenblase produziert, ist regelmäßig im spekulativen Gewerbe zu beobachten: Seien es Zukunftsvisionen oder Marktprognosen. Schillernde Blasen ziehen Faszination und gegebenenfalls auch Investitionen auf sich. Am besten fährt dabei der, der nicht bis zur maximalen Ausdehnung der Blase wartet, sondern vor dem desillusionierenden Platzen aussteigt. (weiterlesen…)

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Welcome , 18. Mai 2012