Gesichter der Energieeffizienz
Smart Home Summit
Call for Papers!
Auf dem 3. Energie&Technik Smart Home & Metering Summit am 23.-24. Oktober 2013 in München dreht sich alles um die Themen Smart Home, Smart Metering, Smart Grid.
RONT
Die Alternative zum Netzausbau
Mit regelbaren Ortsnetztransformatoren (RONTs) lässt sich die Spannung im Niederspannungsnetz im vorgegebenen Spannungsband halten - trotz Einspeisung etwa aus Photovoltaikanlagen.
Events Wireless Congress
Call for Papers & Workshops
Der Wireless Congress 2013: Systems & Applications am 6.-7. November in München beleuchtet technische Aspekte heutiger und künftiger Wireless-Technologien.
events ZIgBee
The ZigBee Alliance will hold their 7th European ZigBee Developers' Conference (EuZDC) on November 6-7, 2013 in Munich (organized by the DESIGN&ELEKTRONIK in cooperation with the ELEKTRONIK).
Leserbriefe Energiespeicher
50-Mio.-Euro-Förderprogramm für Speicher - sinnvoll oder überflüssig?
Speicher ja (aber viel zu spät) oder doch überflüssig? Am 50-Mio.-Euro-Förderprogramm für Speicher scheiden sich die Geister, die Frage polarisiert, wie einige Leserbriefe zu diesem Thema zeigen.
Bildergalerie Smart Grid
Smart Grid
Energieerzeugung, -transport und -verteilung: Das Smart Grid besteht aus vielen Elementen. Wie diese ineinandergreifen, veranschaulicht unsere Bildergalerie.
Smart Home Summit
Wie man die Konsumenten für das Smart Home begeistern kann, welche Geschäftsmodelle funktionieren könnten, wie branchenübergreifende Systeme ins Haus Einzug halten können – Das waren die heiß diskutierten Themen des 2. Energie&Technik Smart Home & Metering Summits.
Special Infrastrukturen
Demographischer Wandel, Urbanisierung, Klimawandel und Globalisierung machen den Aufbau intelligenter Infrastrukturen unerlässlich – eine Chance, neue Leitindustrien aufzubauen.
Netzausbau
Hier finden Sie unsere Top-Meldungen zum Spannungsthema Netzausbau:
Smart Metering
»Stromtacho« fürs Haus zeigt Energieverbrauch in Echtzeit

Das Smart-Metering-System Verena fungiert quasi als »Stromtacho«: Es wertet die Daten von elektronischen Zählern aus, zeigt den Energieverbrauch eines Haushalts in Echtzeit an und ermöglicht auf diese Weise eine exakte Verbrauchskontrolle.
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Sensoren im Smart Grid
Energieautarke drahtlose Sensornetzwerke können dazu beitragen, die Kapazitäten von Hochspannungsanlagen und Umrichteranlagen zu steigern.
Desertec-Special
Alles über das Wüstenstromprojekt
Die Sonne in Wüstengebieten für die Energiezeugung zu nutzen, um den bewohnten Regionen der Welt sauberen Strom zu liefern - dieses ambitionierte Ziel verfolgt die Desertec Foundation. Wie kommen die Projekte voran? Wir halten Sie auf dem Laufenden!
Smart-Home-Gateway
Für die Automation des Smart Home darf durchaus ein nicht zertifiziertes Gateway zuständig sein. Doch welche Sicherheitsanforderungen müssen erfüllt werden?
110/10-kV-Umspannstationen werden überflüssig
RWE, Nexans und KIT verlegen superlangen Supraleiter
Der RWE-Konzern, Nexans und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verlegen ein Supraleiterkabel zwischen zwei Umspannstationen in Essen. Das Kabel überbrückt eine Distanz von 1 km und ist damit das längste weltweit installierte Supraleiterkabel. Außerdem kommt ein supraleitender Strombegrenzer zum Einsatz.
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Damit ist jetzt Startschuss für das Projekt AmpaCity gefallen, in dessen Rahmen das KIT geeignete Supraleitermaterialien und Isolierstoffe untersucht. Das dreiphasige, konzentrisch aufgebaute 10-kV-Kabel ist für eine Übertragungsleistung von 40 MW ausgelegt. Erstmalig vorgesehen ist außerdem die Kombination eines Supraleiterkabels mit einem resistiven supraleitenden Strombegrenzer als Überlastschutz. Den Strombegrenzer fertigt Nexans SuperConductors in Hürth.
Das Projekt könnte der Auftakt zur Umstrukturierung eines innerstädtischen Netzes in ganz neuen Dimensionen sein: Nach erfolgreichem Abschluss eines zweijährigen Feldtests wäre es denkbar, das Rückgrat des Essener Verteilnetzes weitgehend auf 10-kV-Supraleiter umzustellen und von Hochspannungsanlagen zu befreien.
Dies würde mittelfristig zu mehr Effizienz sowie niedrigeren Betriebs- und Instandhaltungskosten bei gleichzeitig geringerem Flächenverbrauch führen. In der Innenstadt würden wertvolle Grundstücke frei, denn etliche 110/10-kV-Umspannstationen könnten rückgebaut werden.
Aufgrund der Besonderheit und der Perspektiven von AmpaCity fördert das Energieforschungsreferat des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) das Projekt. Die Gesamtkosten des Forschungsprojekts belaufen sich auf rund 13,5 Mio. Euro, einschließlich der Förderung durch den Bund in Höhe von rund 6,3 Mio. Euro.
Supraleiter - wesentliche Bausteine für die künftige Energieversorgung
Dem Projekt ging eine ausführliche Studie voraus. In ihr haben Forschungseinrichtungen unter Federführung des KIT zusammen mit den Projektpartnern Nexans und RWE die technische Machbarkeit und die Wirtschaftlichkeit der Übertragung auf Basis von Supraleitern auf Mittelspannungsebene analysiert. Supraleiterkabel sind laut der Studie die einzig sinnvolle Möglichkeit, den Ausbau städtischer Netze mit Hochspannungskabeln zu vermeiden und die ressourcen- sowie flächenintensiven Umspannstationen zurückzubauen.
Zwar wäre die Übertragung hoher Leistungen in Innenstädten auch mit Kupfer-Mittelspannungskabeln möglich, der Kosteneffizienz stehen jedoch sehr viel höhere ohmsche Verluste gegenüber. Im Essener Beispiel verbieten sich die konventionellen Mittelspannungskabel auch wegen ihres größeren Platzbedarfs: Statt eines einzigen 10-kV-Supraleiterkabels müssten fünf Kupferkabel parallel verlegt werden – bei dem ohnehin knappen Platz unter städtischen Straßen oft undenkbar.
Reif für die praktische Anwendung
Die modernen Hochtemperatur-Supraleiter (Kühlung mit flüssigem Stickstoff), wie sie hier bei AmpaCity zur Anwendung kommen, haben seit einigen Jahren die Reife für energietechnische Anwendungen erlangt, wurden aber bisher noch nicht im großen Stil eingesetzt. Aufgrund verbesserter Produktionsverfahren stehen die Supraleiterdrähte erst jetzt in genügenden Längen und Mengen zur Verfügung. Supraleitung ist eine Effizienztechnologie, weil Material- und Energieressourcen geschont werden. Experten rechnen damit, dass die innovativen Kabel bei energieintensiven Anwendungen in wenigen Jahren mit Kupfer konkurrieren können. Das BMWi sieht supraleitende Betriebsmittel als wesentlichen Baustein für das künftige Energieversorgungskonzeptes gesehen.
Die technische Überlegenheit der Supraleiterkabel resultiert aus der Materialeigenschaft des Leiters. Sein Material wird bei einer Temperatur von etwa minus 180 Grad Celsius zu einem idealen elektrischen Leiter, der mindestens 100mal mehr Strom transportiert als Kupfer. Trotz des Kühlmantels kann das Supraleiterkabel wegen seines kompakten Aufbaus die fünffache Strommenge als ein gleich großes Kupferkabel zu transportieren – und das bei geringeren elektrischen Verlusten.
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