Welchem Energieversorger trauen Sie?

von Heinz Arnold
Veröffentlicht am: 29. März 2011
Kategorien: Allgemein
Tags: Keine Tags
Kommentare: 8 Kommentare

Heinz Arnold, Chefredakteur Energie&Technik

Der Ausgang der Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalzgeben der Diskussion um die Energieerzeugung und der Energieeffizienz in Deutschland einen neuen Schub. Man darf gespannt sein, wie die Energiepolitik der Grünen auf Landesebene aussieht und welche Ergebnisse sie bringt. Dass auch im Lager der Verfechter erneuerbarer Energien nicht alle an einem Strang ziehen, zeigen aktuelle Stellungnahmen zum Energieumbau in Deutschland: Die einen halten den Ausbau des Hochspannungsübertragungsnetzes für dringend erforderlich, die anderen sind vom Gegenteil überzeugt. Die Politik dürfte Schwierigkeiten haben, beide Strömungen unter einen Hut zu bekommen.

Apropos Wahlen: Eng verflochten mit der Politik sind die Energieversorger, allen voran die großen vier in Deutschland. Aber es gibt noch viele weitere Versorger, angefangen von den großen Stadtwerken bis zu sehr kleinen Unternehmen, insgesamt sind es rund 900.

Die Energieversorger müssen sich selbstverständlich keiner Wahl stellen. Wenn Sie die Wahl hätten, wen würden Sie als Wunschversorger wählen? Gibt es den Energieversorger ihres Vertrauens?

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  1. P.W. sagt:

    Wir haben uns schon lange entschlossen, Strom nur von einem Anbieter zu beziehen, der vollständig auf alternative und regenerative Energie setzt. Bemerkenswert dabei ist, dieser kleine, regionale Anbieter ist nicht teurer als E.ON. Wenn jeder Verbraucher darauf achten und ggf. wechseln würde, hätte sich das Thema Atomenergie zumindest in Deutschland schnell erledigt.

  2. S. Lermann sagt:

    Gut, dass nun endlich der Ausstieg aus der Atomkraft durch den Willen der Bevölkerung kommen wird, denn Atomkraft ist keine Brückentechnologie, sondern steht den erneuerbaren Energien eher entgegen.

    Wir haben zu http://www.naturstrom.de gewechselt, da sie zusätzlich in den Ausbau der Erneuerbaren investieren, es kostet kaum mehr als der Atomstrom. Das ist das Mindeste was man machen kann, finde ich.

    • C. Kricke sagt:

      Genau so haben wir es auch gemacht.
      Wer bei den großen vier Versorgern kauft, der “will” auch Atomstrom.
      Durch seine Kaufentscheidung hat der Verbraucher selbst den stärksten
      Einfluss auf die Anbieter.

  3. Jens L. sagt:

    Die Energiedebatte, wie sie seit der Katastrophe in Japan hierzulande geführt wird, entbehrt jedweder Rationalität. Unsere Nachbarländer reiben sich überrascht die Augen, über die deutsche Hysterie. Die Kernenergie erfüllt als Brückentechnologie ihre Aufgabe. Deutschland könnte wahrscheinlich zwar sofort aus der Kernenergie aussteigen, dazu wären allerdings immense Investitionen notwendig. Ein weltweiter Ausstieg ist Utopie. Der Bedarf an preiswerter Energie ist speziell in den Schwellenländern so hoch, dass es ohne die Brückentechnologie Kernenergie nicht geht. Um auf Ihre Eingangsfrage zurück zu kommen: Für mich stellt die sich nicht.

  4. Martin sagt:

    Endlich mal ein gut geschriebener Post, mein Dank. Muss man erstmal verarbeiten. Generell finde ich diesen Blog leicht zugaenglich.

  5. Hartmut Steinig sagt:

    Der Energieversorger, dem ich mein Vertrauen schenke, muß auf dem schnellsten WEG den Rohstoff für die Weiterverarbeitung zur Verfügung habenErdöl, Kohle) Da geht es nicht an,wenn im Fall einer Havarie verlorengegangenes Öl erst nach Monaten, wenigstens vogereinigt, auf großen Tankern im Hafen oder per Pipeline. ankommt Da auf Groß Großtankern Erdölentsalzungen möglich sind, schlage ich vor die Unternehmen Pepperl+ Fuchs für die Herstellung der Anlagen und Schlauchproduzenten ( Naturkautschukschläuche)für die Logistik zu gewinnen,um das Meerwasser zu schonen.

  6. Philipp sagt:

    Der Energieversorger meines Vertrauens ist Greenpeace Energy. http://www.greenpeace-energy.de/. Denn Greenpeace macht nicht nur mobil gegen die großen Energieversorger, sondern zeigt auch wie es besser geht.

  7. Michael sagt:

    Ich denke, dass es sehr schwer ist, sich auf irgendeinen Stromanbieter festzulegen. Klar- auch mir kommen in erster Linie Greenpeace und Ähnliche in den Sinn. Genauso haben aber sicher viele Dreck am Stecken, die man im ersten Moment nicht als Bösewichte identifizieren würde.
    Von einem wirklichen Anbieter des Vertrauens kann also keine Rede sein. In Bezug auf Nachhaltigkeit hingegen muss ich sagen, dass zumindest vom namen her (wie gesagt) Greenpeace ganz vorne mit dabei ist.

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